Michaela De Pre


Michae­la De Pre


Michae­la
De(rp), gebo­re­ne Pre(min­ger), kam 1968 in Wien zur Welt.

Auf­ge­wach­sen in Graz, absol­vier­te sie ein Stu­di­um der Betriebs­wirt­schafts­leh­re und arbei­te­te im fami­li­en­ei­ge­nen Betrieb, ehe sie der Lie­be wegen zurück in ihre Hei­mat­stadt ging.
Durch einen Schick­sals­schlag begann sie, sich inten­siv mit ener­ge­ti­schen und spi­ri­tu­el­len Kon­zep­ten aus­ein­an­der­zu-set­zen. Das Wis­sen dar­aus fließt auch in ihre Geschich­ten ein.

In ihrem Roman ‘Tris­pi­ro-Zurück zu dir’ ver­webt Michae­la De Pre die All­tags­ge­schich­te einer jun­gen Frau mit einer mys­ti­schen Suche und spi­ri­tu­el­len Anklän­gen zu einer Lie­bes­ge­schich­te der beson­de­ren Art.

MDP lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kin­dern in Wien.

 

 

 


Die Autorin ganz persönlich …

 

F: Michae­la, du hast mir erzählt, dass du schon seit lan­gem ein Buch schrei­ben woll­test. Wie kam es dazu, dass du die­sen Wunsch gera­de jetzt in die Tat umge­setzt hast?

MDP: Tat­säch­lich ist es so, dass die Vor­stel­lung, ein eige­nes Buch zu schrei­ben, mich seit mei­ner Kind­heit beglei­tet. Mei­ne ers­ten Ver­su­che star­te­te ich im Alter von acht Jah­ren auf der damals schon anti­ken Kof­fer­schreib­ma­schi­ne mei­nes Vaters. Danach folg­ten meh­re­re Ver­su­che, die jedoch nie über eine gro­be Struk­tur bezie­hungs­wei­se ein paar Sei­ten hin­aus­gin­gen. Es fehl­te ein­fach die Zeit und die viel­zi­tier­te Muse, bezie­hungs­wei­se auch die Muße. Rück­bli­ckend weiß ich, dass es mir vor allem an Mut man­gel­te, und an der nöti­gen Kon­se­quenz, die so ein Pro­jekt erfor­dert. So blieb der Traum vom eige­nen Buch lan­ge Zeit ledig­lich eine schö­ne Wunsch­vor­stel­lung. Bis ich im Febru­ar 2017 auf eine Grup­pe eben­falls Schreib­be­geis­ter­ter stieß und im Rah­men
eines Semi­nars die ers­ten Schrit­te wag­te, die schließ­lich im Mai 2018 zur Ver­öf­fent­li­chung mei­nes Romans ‘Tris­pi­ro-Zurück zu dir’ führ­ten.
  

F: Woher kam die Idee für die Geschich­te und wie­viel Per­sön­li­ches von dir ver­birgt sich dahin­ter?

MDP: Am Anfang stand der Wunsch etwas zu schrei­ben, das die Men­schen bewegt und inspi­riert. Als begeis­ter­te Lese­rin lie­be ich die­se Art von Büchern, in denen man sozu­sa­gen spa­zie­ren­ge­hen kann, getra­gen von einer anspre­chen­den Hand­lung, schö­nen Schau­plät­zen und anre­gen­den Gedan­ken. Da ich Wien sehr lie­be, war schnell klar, dass die Geschich­te hier ange­sie­delt sein wür­de: Eine Lie­bes­ge­schich­te mit Bezü­gen zu ver­schie­de­nen ener­ge­ti­schen Kon­zep­ten, ein The­ma mit dem ich mich seit nun­mehr 20 Jah­ren beschäf­ti­ge. Und mit einer spi­ri­tu­el­le Ebe­ne, die hin­ter der All­tags­ge­schich­te durch­schim­mert, alles mit­ein­an­der ver­bin­det und eine neue Dimen­si­on eröff­net. Von die­ser ‘ande­ren Sei­te’ kam dann auch gefühls­mä­ßig der Satz auf der Rück­sei­te des geheim­nis­vol­len Amu­letts zu mir. Und mit ihm die Klar­heit, auf wel­che beson­de­re Wei­se zwei der Per­so­nen in mei­ner Geschich­te mit­ein­an­der ver­bun­den sind.       


F: ‘Tris­pi­ro-Zurück zu dir’ ist zu 100% dein ‘Baby’: Die Idee, Aus­füh­rung, Recher­che, ja sogar das Cover des Buchs stam­men von dir. Was wür­dest du jeman­dem raten, der eben­falls den
Wunsch ver­spürt, sei­ne Krea­ti­vi­tät in Form eines Buchs in die Welt hin­aus­zu­tra­gen?

MDP: Zu aller­erst wür­de ich jedem, der den ehr­li­chen Wunsch dazu ver­spürt, bestär­ken, sei­nen Traum in die Wirk­lich­keit umzu­set­zen. Gleich­zei­tig wür­de ich davor ‘war­nen’, zu früh zu gro­ße Erwar­tun­gen an sich selbst zu stel­len, denn zu Beginn erscheint das Vor­ha­ben an sich schon über­wäl­ti­gend, ja mit­un­ter gera­de­zu bedroh­lich. Doch in Abwand­lung einer  chi­ne­si­schen Lebens­weis­heit gilt auch hier: ‘Die Rei­se zum eige­nen Buch beginnt mit dem ers­ten Satz.’ Man kann sich nur Sei­te für Sei­te vor­an­tas­ten, natür­lich wäh­rend man gleich­zei­tig das gro­ße Gan­ze im Auge behält. Will man von Anfang an zu viel, gefähr­det man das gan­ze Pro­jekt und das wäre wirk­lich scha­de. Ich spre­che da aus eige­ner Erfah­rung!
Und noch etwas erscheint mir wich­tig: Tun Sie sich mit Gleich­ge­sinn­ten zusam­men, schlie­ßen Sie sich einer Grup­pe an oder ver­an­stal­ten Sie selbst regel­mä­ßig Tref­fen. Das moti­viert unge­mein, inspi­riert und macht den Schreib­pro­zess und alles was damit ver­bun­den ist, zu einem schö­nen Gesamt­erleb­nis. Und wenn dann noch ein zeit­li­cher Rah­men für die Fer­tig­stel­lung vor­ge­ge­ben ist, zum Bei­spiel in Form einer gemein­sa­men Schluss­prä­sen­ta­ti­on, hat ihr Buch gute Chan­cen, auch tat­säch­lich in die Welt hin­aus­ge­tra­gen zu wer­den. 


F: Wel­che Akti­vi­tä­ten sind rund um das Buch in nächs­ter Zeit geplant und wie kann man sich
dar­über infor­mie­ren?

MDP: Ich freue mich dar­auf, mein Buch allen Inter­es­sier­ten im Zuge von Lesun­gen vor­zu­stel­len und auch mei­ne Lese­rIn­nen per­sön­lich kenn­zu­ler­nen. Die ers­te Lesung fin­det im Okto­ber 2018 statt, wei­te­re wer­den fol­gen. Sobald ein Ter­min fixiert ist, fin­den Sie alle dazu gehö­ri­gen Infor­ma­tio­nen auf die­ser Home­page unter ‘Aktu­ell’. Dort wer­de ich auch alle übri­gen Neu­ig­kei­ten rund um ‘Tris­pi­ro-Zurück zu dir’ pos­ten. 


F: Du sam­melst seit mehr als 30 Jah­ren Zita­te und Sprü­che, die du auch immer wie­der in
dei­ne Geschich­ten ein­webst. Gibt es da viel­leicht ein Zitat, das den Buch­schreib­pro­zess oder dei­ne momen­ta­ne Lebens­si­tua­ti­on wider­spie­gelt?

MDP: Ich lie­be es tat­säch­lich, beson­de­re Sät­ze, Lebens­weis­hei­ten oder auch Lied­tex­te auf­zu­schrei­ben, die ich in einem eigens dafür ange­leg­ten Büch­lein samm­le und die mich immer wie­der inspi­rie­ren, mit­un­ter trös­ten, oder aber zum Schmun­zeln brin­gen. Wäh­rend mei­ner Arbeit an ‘Tris­pi­ro’ war vor allem ein Zitat des gro­ßen römi­schen Phi­lo­so­phen Luci­us Annaeus Sene­ca sehr prä­sent: “Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, son­dern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.” Das war unglaub­lich pas­send, da ich den Wunsch, ein Buch zu schrei­ben, so lan­ge vor mir her­ge­scho­ben hat­te, weil ich es mir ein­fach nicht zuge­traut habe. Doch sobald ich mit der Arbeit begon­nen hat­te,  floss eines ins Nächs­te und ich fühl­te mich geführt, als ob alle um mich her­um woll­ten, dass die­ses Buch ent­steht. Und das bringt mich zu einem mei­ner Lieb­lings­zi­tat aus dem Film ‘Fan­tag­hi­ro’, das ich allen nur ans Herz legen kann, die an sich zwei­feln:

                 “Unmög­lich sind nur die Din­ge, die du nicht tust.”


In die­sem Sin­ne herz­lichst


Michae­la De Pre